Hörbereichserweiterung
Im Gegensatz zu der Frequenzkompression von Phonak, dem SoundRecover, geht die Firma Widex andere Wege, um hohe Töne wieder hörbar zu machen.
Widex nennt diese Technik Hörbereichserweiterung.
Hier wird ab einem einstellbaren Wert ein Frequenzbereich um genau eine Oktave in den Tieftonbereich verschoben.
z.B. alle Frequenzen zwischen 4.000-6.000 Hz werden in den Bereich von 2.000-3.000 Hz verschoben und somit hörbar gemacht.
Ein heller Zischlaut bekommt also einen tieferen Klang, ist dafür aber hörbar.
Der Vorteil gegenüber SoundRecover ist die Halbierung der Frequenzen, also die Verschiebung um genau eine Oktave.
Das ist dort wichtig, wo Musik ins Spiel kommt.
Der Nachteil ist die teilweise Doppelbelegung von hörbaren Frequenzen, die teilweise das Sprachverstehen einschränken könnten.
Aus der Erfahrung heraus kann ich aber sagen: die Hörbereichserweiterung wird besser akzeptiert als SoundRecover.
Seit 1993 arbeite ich in der Hörgeräteakustik. Seit 2000 als Meister und seit 2007 als Geschäftsführer. Dozententätigkeit in Lübeck, an der Akademie für Hörakustik und Mitarbeit bei den Zwischen- und Gesellenprüfungen verbinden mich mit meinem Beruf.
Ein Hörgerät ist immer nur so gut wie die Fähigkeit des Akustikers.
Wie gut der Akustiker jedoch seine Fähigkeiten ausspielen kann, legt die Technik des Hörgerätes fest.
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Ebenfalls tätig als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Hörakustik-Handwerk, durch die HWK OWL zu Bielefeld. https://sv.eickmann.de
Das Buch: „Ohne Gottes Wort wird der Mensch zum Objekt“ habe ich unabhängig von meiner Arbeit geschrieben. Sie finden es unter https://eickmann.de
