Ex-Hörer
Als Ex-Hörer Gerät bezeichnet man Hörgeräte, die den Lautsprecher, also den Hörer, nicht in dem Gehäuse hinter dem Ohr haben, sondern der Hörer (Lautsprecher) im Gehörgang platziert wird.
Diese Art der Bauform ermöglicht eine sehr gute Klangübertragung, da der Schall dort erzeugt wird, wo er sonst über ein Schlauchsystem hingeleitet werden musste.
Auch werden unauffälligere Bauformen möglich.
Ein weiterer Vorteil ist das einfache Wechsel des Lautsprechers und damit die Möglichkeit, die Gesamtverstärkung eines Hörsystems zu ändern. Die Verstärkungsreserve kann mit zunehmendem Hörverlust ansteigen.
Der Nachteil ist die erhöhte Reparaturanfälligkeit, da der Lautsprecher sehr schnell von Cerumen verstopft werden kann. Auch ist in dem Gehörgang eine deutlich höhere Luftfeuchtigkeit als hinter dem Ohr vorhanden und jede Feuchtigkeit schadet der Technik.
Filtersysteme bieten dagegen jedoch ausreichend Schutz.
Generell überwiegen die Vorteile. Klareres Hören, direkte Übertragung, weniger Stromverbrauch, unauffälliger Sitz.
Ex-Hörer Hörgeräte tragen oft Zusatzbezeichnungen wie: RIC Reciver in Chanel (Wandler im Kanal), RIT, Ex oder werden als eine eigene Geräteklasse dargestellt wie Passion, Fusion, Pure, Mood, Delta, Dual…
Seit 1993 arbeite ich in der Hörgeräteakustik. Seit 2000 als Meister und seit 2007 als Geschäftsführer. Dozententätigkeit in Lübeck, an der Akademie für Hörakustik und Mitarbeit bei den Zwischen- und Gesellenprüfungen verbinden mich mit meinem Beruf.
Ein Hörgerät ist immer nur so gut wie die Fähigkeit des Akustikers.
Wie gut der Akustiker jedoch seine Fähigkeiten ausspielen kann, legt die Technik des Hörgerätes fest.
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Ebenfalls tätig als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Hörakustik-Handwerk, durch die HWK OWL zu Bielefeld. https://sv.eickmann.de
Das Buch: „Ohne Gottes Wort wird der Mensch zum Objekt“ habe ich unabhängig von meiner Arbeit geschrieben. Sie finden es unter https://eickmann.de
