Hörgerätefunktionen im Detail. Heute das 3D Lärm-Management von Oticon das in High-End Hörgeräten des Typs Alta2 Pro anzutreffen ist. Damit unser Gehirn die akustischen Reize die das Ohr aus der Umwelt aufnimmt, interpretieren kann, müssen beim Verarbeiten zuerst einmal die wichtigen von den unwichtigen Informationen getrennt werden.

Dieses fällt dem Gehirn zunehmend leichter, wenn sich z.B. die Sprachlautstärke eines Gesprächspartners vom Rest der akustischen Umgebung (Straßenlärm, Gespräche am Nachbartisch ect.) abhebt.

3D Lärm-Management von Oticon hilft dem Hörgeräteträger, sich in akustisch komplexen Situationen mit viel Störgeräuschen besser auf Signalquellen aus bestimmten Richtungen konzentrieren zu können.

BrainHearing von Oticon – Der richtige Ansatz um eine ganzheitliche Hörgeräteanpassung vorzunehmen.

Die Technik von 3D Lärm-Management im Detail:

Das beschriebene Verhältnis der unterschiedlichen Lautstärkepegel von „Nutzsignal“ und „Störgeräusch“ zueinander, wird als „Signal-Rausch-Abstand“ oder „Signal-To-Noise-Ratio“ (kurz: SNR) bezeichnet.

Ein großer SNR-Wert bedeutet eine klare, akustische Abtrennung der beiden Signalarten dieses ist z.B. bei einem Gesprächspartner der dem Hörgeräteträger in einer ansonsten sehr ruhigen Umgebung gegenüber sitzt, der Fall. Ein kleiner SNR-Wert hingegen bedeutet, dass das Nutzsignal und die Störgeräusche ähnlich laut sind. Eine solche Situation finden wir z.B. beim Gespräch in einem gefüllten Restaurant oder auf einer Familienfeier.

Das 3D Lärm-Management von Oticon analysiert in Situationen in denen der SNR-Wert auf beiden Seiten schlecht ist, auf einer Seite jedoch immernoch besser als auf der anderen, laufend die Signale die die beiden Hörgeräte einer binauralen Versorgung aufnehmen, und verlagert die Hörbalance zugunsten der einfacheren Verarbeitung im Gehirn. Befindet sich der Hörgeräteträger in solch einer akustisch asymmetrischen Situation (z.B. ein Gespräch im Auto), ist der Verbund der beiden Hörgeräte in der Lage, die Seite mit dem besseren SNR-Wert zu bevorzugen.

Dieses wird durch eine Lautstärkenanhebung um bis zu 2dB auf der „besseren“ Seite erreicht. Beschriebene Anhebung wird jedoch nur in den jeweiligen Kanälen die für den Hauptsprachbereich zuständig sind, vorgenommen (500Hz bis 2kHz). Töne darunter und darüber werden nicht beeinflusst, sodass Störgeräusche in diesen Frequenzbereichen nicht ebenfalls mit angehoben werden. Des Weiteren wird im Hörgerät auf der „schlechteren“ Seite eine Störgeräuschunterdrückung aktiv.

Hierbei werden Kanäle in denen ein Störgeräusch registriert wird, in der Verstärkung um bis zu 6dB reduziert. Die Betonung von wichtigen Schallquellen wird also vermehrt, und erleichtert dem Hörenden somit eine präzisere und anstrengungslosere Unterscheidung zwischen eingehenden Signalen.

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