Stand der Technik bei Hörgeräten ist der Ex-Hörer

Ein Ex-Hörer Hörgerät ist dadurch gekennzeichnet das der Hörgerätelautsprecher im Gehörgang sitzt und den Schall möglichst direkt richtung Trommelfell sendet.

Die Vorteile gegenüber den normalen Schallschlauchsystemen liegen auf der Hand. Schall der durch eine Röhre geführt wird unterliegt den physikalischen Bedingungen. Somit entstehen Resonanzen und Reibungen die das Ursprungssignal verzerren, auch wenn es lineare Verzerrungen sind ist dies in der Regel nicht gewünscht.

Bei einem Ex-Hörer System ist dieses Manko schon deutlich verbessert, da die lange Leitung ja wegfällt.

Nachteile der Ex-Hörer Systeme entstehen durch die Lage des Lautsprechers im Gehörgang. In dem Gehörgang wird Cerumen (Ohrenschmalz) gebildet, der leicht die Filter verstopfen oder auch durchdringen kann. Der Filterwechsel ist das kleinste Problem. Im Nachfüllpack fallen 10 – 15,-€ für 8 bis 15 Filter an. Doch wenn der Cerumen den Weg in den Hörer findet ist der Hörer in der Regel nur noch komplett auszutauschen. Kosten zwischen 50,- und 100,-€ können hier entstehen.

Der Lautsprecher benötigt Platz zum schwingen. Je stärker die Membran ausgelenkt werden kann, je höher ist der Schalldruck der erzeugt werden könnte. Die Auslenkung der Membran ist jedoch stark frequenzspeziefisch. Das heisst das nicht jede Frequenz in gleicher Art und Weise wiedergegeben werden kann sondern von der Bauform des Hörers abhängig ist.

Sehr starke Hörer benötigen also mehr Platz als schwächerer Hörer. Somit können stark schwerhörige Personen mit kleinen Gehörgeängen nicht in den Genuss der Ex-Hörer Technik kommen.

Die Schwingungsfähigkeit ist Bautechnisch nicht dem natürlichem Hörvermögen entsprechend. Somit klingen Hörgeräte trotz bester innerer Werte oft künstlich.

Die Rückkopplungsgefahr ist recht hoch und muss mit der Hörgerätetechnik verringert werden.

Zusammengefasst:

  1. Ex-Hörer bieten die beste Übertragung und den besten Klang
  2. Ex-Hörer sind Reparaturanfällig (alle 2 Jahre sollte mit einem Austausch gerechnet werden)
  3. Der Platzbedarf im Gehörgang ist recht hoch.
  4. Die Leistung ist Beschränkt
  5. Das Verhalten entspricht nicht der natürlichen Übertragung
  6. Die Rückkopplungsneigung besteht weiterhin

Mein Lösungsansatz:

Statt einem Hörer wird ein Magnetfelderzeuger in dem Gehörgang platziert. Dies kann z.B. eine Spule sein.
Das Trommelfell wird mit einer feromagnetischen Schicht bedeckt.
Nun ist das Trommelfell die Hörermembran und schwingt durch das erzeugte Magnetfeld.
Je stärker das Magnetfeld um so stärker schwingt das Trommelfell. Eine größerer Auslenkung bedeutet gleichzeitig lauteres Hören.

Die Spule ist eingekapselt und funktioniert unabhängig von Verschmutzung. Sogar bei einem Pfropf im Ohr würde das System funktionieren, denn Magnetissmus durchdringt den Cerumen.

Die Spule benötigt weniger Platz im Gehörgang und bietet mehr Menschen den Vorteil einer unauffälligen Hörlösung.

Die Leistung ist entsprechend der Schwingungsfähigkeit des Trommelfells und somit dem natürlichem Klangempfinden ebenbürtig, da ja die natürlichen Funktionen genutzt werden. Der Ton Verlauf ist zwar auch am Trommelfell frequenzabhängig, doch in gleicher Art und weise, wie bei Normalhörenden.

Der Übertragungsbereich der Frequenzen ist ebenfalls auf dem Stand der normalhörenden, eingeschränkt wird das System nur noch durch die Leistungsfähigkeit des Mikrofons, AD-Wandlers und dem verbautem Chip.

Da dieser neue TF-Hörer (Trommelfell Hörer) direkt das Trommelfell anspricht entstehen weniger Reflektionen und weniger „Streuschall“, wodurch die Rückkopplungsneigung der Hörgeräte deutlich gesenkt wird, denn die Reflektionen an der Gehörgangswandung sowie direkt am Trommelfell fehlen.

Zusammengefasst:

  1. TF-Hörer bieten eine bessere Übertragung und den besseren Klang
  2. TF-Hörer sind robust
  3. Der Platzbedarf im Gehörgang ist gering
  4. Die Leistung ist nur von der Batterieleistung beschränkt
  5. Das Verhalten entspricht der natürlichen Übertragung
  6. Die Rückkopplungsneigung wird deutlich gemindert

Entwicklungsaufgaben:

Es muss eine Substanz gefunden werden, die Feromagnetische Eingenschaften besitzt und auf das Trommelfell aufgetragen, dort haften bleibt. Derzeit stelle ich mir eine kleine Sprüflasche vor, die eine Art klebrige Substanz, die schnell trocknet auf das Trommelfell Sprüht.

Die Substanz sollte möglichts Dünnflächig verteilbar und natürlich ungiftig sein.

Jede Spule erzeugt durch den „Stromfluss“ ein Magnetfeld. Es muss herausgefunden werden in welchem Abstand die Spule welche Größe, Umwicklungsanzahl und Energiebedarf nötig sind um das Trommelfell im gewünschten Rhytmus anzuregen.

Welche magnetischen Söreinflüsse wirken auf das Trommelfell ein. Z.B. das 50 Hz brummen durch die normalen Stromleitungen.

Haben Sie auch Ideen, die der Hörtechnik weiterhelfen kann?

Falls Sie, wie ich ab und an einen sogenannten „Gedankenschluckauf“ haben, von einem Inspirationspartickel getroffen werden oder einfach nur die Frage stellen „Warum gibt es das noch nicht?“, dann schreiben Sie uns. Gerne nehmen wir Ihre Idee mit in unseren Visionsbereich auf.

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